Christian Ulmen hat im Streit um die Vorwürfe seiner Ex-Frau Collien Fernandes nun die angekündigten rechtlichen Schritte eingelegt. Mit dem Schriftsatz vom Dienstag (31.03.) habe der Rechtsanwalt des Schauspielers einen Antrag auf einstweilige Verfügung gegen den Verlag des Nachrichtenmagazins „SPIEGEL“ eingereicht, teilte das Oberlandesgericht Hamburg mit. Wann darüber entschieden wird, ist noch nicht bekannt. Laut Gericht wurde dem „SPIEGEL“ mit einer Frist die Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Vor diesem Hintergrund sei nicht bereits in den nächsten Tagen mit einer Entscheidung zu rechnen.

Das Nachrichtenmagazin hatte als erstes über die Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin gegen ihren Ex-Mann berichtet, die sie auch in Spanien zur Anzeige brachte. Es ging dabei unter anderem um das Erstellen von Fake-Profilen in ihrem Namen und das Verbreiten von pornografischen Aufnahmen, die den Anschein erwecken sollten, dass es sich dabei um die Schauspielerin handele. Der „SPIEGEL“ zitiert Fernandes mit: „Mir wurde über Jahre mein Körper geklaut.“ Die Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt wegen des Vorwurfs der Nachstellung. Ulmen bestreitet die Anschuldigungen, es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Anwälte von Christian Ulmen gehen laut dem Gericht gegen drei Aspekte in der Berichterstattung des Nachrichtenmagazins vor. Das Medium solle es unterlassen. „durch mehrere Äußerungen in der Berichterstattung den Verdacht zu erwecken und/oder erwecken zu lassen, der Antragsteller habe Deepfake-Videos, die seine frühere Ehefrau Collien Fernandes zeigen, hergestellt und verbreitet.“ Darüber hinaus dürfe nicht weiter der Verdacht erweckt werden, Ulmen habe gegenüber Fernandes „wiederholt körperliche Übergriffe und Körperverletzungen begangen und sie schwer bedroht„. Der dritte Aspekt bezieht sich auf einen Gerichtstermin vor dem Bezirksgericht in Palma de Mallorca im März, zu dem nur Fernandes erschienen war.

Seitdem die Vorwürfe bekannt sind, gibt es bundesweit eine große Diskussion über digitale und sexualisierte Gewalt gegen Frauen und auch die Medien berichten darüber ausführlich. Tausende Menschen sind schon auf den Straßen gewesen und haben für mehr Schutz für Opfer sexualisierter Gewalt demonstriert.

Quelle: ntv, dpa, AFP

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Waldemar
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