Norbert Himmler ist wieder zum Intendanten des ZDF gewählt worden. Der Fernsehrat hat mit der erforderlichen Drei-Fünftel-Mehrheit für Himmler gestimmt. 48 der 53 Fernsehratsmitglieder haben für ihn gestimmt, drei waren dagegen, zwei enthielten sich. Es gab keinen Gegenkandidaten.

Noch vor seiner Bewerbungsrede musste Himmler dem Fernsehrat erklären, wie es zu dem Fehler im „heute-journal“ im Februar gekommen ist, wo KI-Material für einen Bericht eingesetzt wurde. Er habe sichergestellt, dass sich dies nicht wiederholen wird. „Glaubwürdigkeit ist unser höchstes Gut„, betonte er und räumte ein, dass die Verwendung von KI-Material im „heute-journal“ selbst mit Kennzeichnung nicht den Richtlinien des ZDF entsprochen habe. Er attestierte seinem Haus zugleich „große Mängel an der Aufarbeitung am ersten Tag“ und bezeichnete die Abberufung der verantwortlichen Korrespondentin als einen harten Schritt, der aus seiner Sicht notwendig gewesen sei.

In seiner Bewerbungsrede hat Himmler dann die Ziele für das ZDF bis zum Jahr 2028 formuliert. Dabei betonte er auch immer wieder die Abgrenzung seines Hauses zu „Plattformen, auf denen die lautesten und die schrillsten Stimmen dominieren“ und die bei Fehlern „keine publizistische Verantwortung“ übernehmen. Sein erklärtes Ziel ist es nun, den Dialog mit den Zuschauern zu fördern, auch durch eine starke Präsenz des ZDF vor Ort.

Zu den geplanten Zielen und Aufgaben gehört auch der Ausbau des Angebots für Kinder und Erwachsene. Im Zuge dessen sollen weitere 50 Millionen Euro für Programme umgewidmet werden, „um alle Altersgruppen zu erreichen„, sagte Himmler. Gleichzeitig wolle man aber auch Partnerschaften stärken, auch mit Printmedien. „Der Feind sitzt schlichtweg woanders„, sagte der ZDF-Intendant mit Blick auf die Konkurrenz aus den USA. Sein Versprechen: „Ich möchte mich dafür einsetzen, dass das ZDF ein relevanter Faktor für unsere Demokratie ist.

Gerda Hasselfeldt, die Fernsehratsvorsitzende des ZDF, sagte zur Wiederwahl von Himmler: „Die Wiederwahl unterstreicht das Vertrauen des Fernsehrats in seine Führungskraft und seine klare strategische Linie für das ZDF.“ Weiter sagte sie: „In den vergangenen Jahren hat Norbert Himmler das ZDF mit Weitblick und großer Verantwortungsbereitschaft geprägt. Ich wünsche ihm viel Erfolg für die Aufgaben, die vor ihm und dem ZDF liegen. Seine neue Amtszeit werden wir weiter konstruktiv und kritisch begleiten.

Quelle: DWDL

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Waldemar
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