Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat in einer im Staatsfernsehen ausgestrahlten Video-Botschaft „Spekulationen über eine mögliche Kapitulation des Landes“ eine Absage erteilt. Diese seien „absurd und die Feinde können solche Träume mit ins Grab nehmen„, sagte er. US-Präsident Donald Trump erklärte, dass er kein Abkommen mit dem Iran wolle und dass das Regime in Teheran „bedingungslos kapitulieren“ solle.
Peseschkian rief seine Landsleute zudem auf, alle internen Differenzen beiseitezulassen und geschlossen gegen äußere Bedrohung aufzutreten. „Wenn wir Differenzen haben, ist es besser, sie untereinander zu lösen„, sagte er. Die iranische Bevölkerung ist gespalten: Der eine Teil unterstützt einen Sturz der politischen Führung und hofft, dass der Krieg diesen Sturz auch beschleunigt.
Für ein Ende von iranischen Luftangriffen auf seine Nachbarländer stellte Peseschkian Bedingungen. Nach Informationen der staatlichen Nachrichtenagentur Irib erklärte er, dass der Iran keine Raketen mehr auf seine Nachbarn abfeuern werde, sofern von deren Territorien keine Attacken auf den Iran erfolgen. Zugleich entschuldigte sich der iranische Präsident für die Angriffe.
Die Aussagen von Peseschkian werden allgemein so verstanden, dass auch von den US-Militärbasen in der Region keine Angriffe auf den Iran erfolgen dürfen. Da solche Militärbasen in mehreren Nachbarländern stationiert sind, würde die Bedingung auch faktisch die USA betreffen.
Quelle: ntv, dpa



