Im Schweizer Kanton Wallis ist ein Zug entgleist. Bei dem Vorfall im Gebiet von Goppenstein sind fünf Menschen verletzt worden, teilte die Polizei mit. Nach ersten Ermittlungsergebnissen könnte eine Lawine kurz vor der Durchfahrt des Zugs die Gleise blockiert haben, heißt es.
Bei dem mittlerweile abgeschlossenen Einsatz wurden demnach insgesamt rund 30 Menschen aus dem Zug gebracht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Rund zwei Dutzend Passagiere konnten aus dem Zug unverletzt in Sicherheit gebracht werden. Ein Verletzter wurde ins Krankenhaus gebracht, die anderen wurden vor Ort versorgt.
Der Regionalzug war in den Morgenstunden bei der Ausfahrt aus einer Galerie, also einem überdachten Gleisabschnitt, entgleist. An der Stelle habe viel Schnee gelegen, berichtete ein Polizeisprecher der dpa. Vorher hatte das Bahnunternehmen BLS, welches die betroffene Verbindung betreibt, mitgeteilt, dass die Strecke zwischen Goppenstein und dem nahe gelegenen Brig wegen einer Lawine unterbrochen sei.
Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos warnte vor einer großen Lawinengefahr in weiten Teilen der Schweizer Alpen. Als Grund wurden große Mengen an Neuschnee sowie der vom Wind verfrachtete Triebschnee genannt. Lawinen können spontan abgehen, also auch ohne die Einwirkungen von Menschen, heißt es.
Quelle: ZDF, AFP, dpa



