US-Präsident Donald Trump hält einen Machtwechsel im Iran für die bessere Option. Der Rechtspopulist antwortete auf eine entsprechende Frage nach dem Besuch eines US-Militärstützpunktes im US-Bundesstaat North Carolina. Er sagte: „Das scheint das Beste zu sein, was passieren könnte.“ Nach Informationen des Nachrichtenportals „Axios“ wird es nächste Woche eine neue Verhandlungsrunde zwischen den Amerikanern und den Iranern geben. Diese sollen in Genf stattfinden.

Auf die Frage, was der Iran tun könnte, um einen Angriff des US-Militärs zu vermeiden, sagte Trump: „Wenn sie uns den richtigen Deal geben, werden wir das nicht tun.“ Bisher habe der Iran viel geredet, aber nichts getan, sagte der Rechtspopulist. Die Führung in Teheran sollte „uns den Deal geben, den sie uns schon beim ersten Mal hätte geben sollen„.

Schon im letzten Jahr hatten die USA und Iran über das Atomprogramm der Iraner verhandelt, aber die Gespräche sind ins Stocken geraten. Einen Tag vor einer geplanten Verhandlungsrunde griff Israel dann Ziele im Iran an. Das US-Militär schloss sich dann an und bombardierte iranische Atomanlagen. Damals haben sich die Iraner gegen das neue Abkommen entschieden, schrieb Trump diese Woche nach einem Treffen mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Er fügte hinzu: „Hoffentlich werden sie dieses Mal vernünftiger und verantwortungsbewusster sein.

Bei der nächsten Verhandlungsrunde sollen auf der Seite der USA wieder der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner teilnehmen, wie „Axios“ unter Berufung auf einen US-Beamten und drei weitere informierte Quellen berichtete. Die iranische Delegation wird wohl wieder von dem Außenminister des Landes, Abbas Araghtschi, geleitet. Auch Omans Außenminister Badr al-Bussaidi, der zwischen beiden Seiten vermittelt, dürfte bei dem Treffen auch dabei sein. Die USA und der Iran hatten letzte Woche schon in der Hauptstadt des Oman, Maskat, neue Verhandlungen begonnen.

Quelle: ZDF, dpa, Axios