In Havanna, der Hauptstadt von Kuba, sind offiziellen Angaben zufolge zwei mexikanische Marineschiffe mit mehr als 800 Tonnen Hilfsgütern eingetroffen. Nach Zolldrohungen der USA gegen die Öllieferanten Kubas hat sich die Wirtschaftskrise in dem sozialistischen Karibikstaat verschärft.
Der kubanische Botschafter in Mexiko, Eugenio Martinez, bedankte sich auf der Plattform X für die Hilfe. Er schrieb: „Der Humanismus und die Solidarität Mexikos begleiten Kuba.“ Mexiko war zuletzt Kubas größter Ölversorger gewesen, nachdem die USA die Öllieferungen aus Venezuela gestoppt hatten Da es kein Öl mehr liefern kann, verschiffen die Mexikaner nun Lebensmittel und Hygieneartikel nach Kuba, um die Krise zu lindern.
Weitere Hilfslieferungen sollen folgen, sagte Claudia Sheinbaum, die Präsidentin von Mexiko. Die Schiffe waren am Sonntag aus dem Hafen von Veracruz ausgelaufen. Auch die Regierung von Chile und eine internationale Koalition von Aktivisten und Aktivistinnen namens „Nuestra América Flotilla“ kündigten an, humanitäre Hilfe nach Kuba zu schicken. Um einen Ausgang aus der Krise zu finden, sei Mexiko bereit, einen Dialog zwischen den USA und Kuba zu ermöglichen, bekräftigte Sheinbaum. Dieser könne in Mexiko stattfinden.
Nach Informationen aus den USA führt Washington Gespräche mit Kuba. Die Regierung in Kuba sagt hingegen, dass es bisher nur einen informellen Nachrichtenaustausch gegeben hat Präsident Miguel Díaz-Canel erklärte, dass Kuba zu Gesprächen mit Washington bereit sei. Diese müssten allerdings ohne Druck, ohne Vorbedingungen und auf Augenhöhe sein.
Quelle: ZDF, dpa



