Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat angekündigt, dass man seine regionale Berichterstattung neu aufstellen werde. Ab dem nächsten Jahr sollen die bisherigen Programmbereiche „Aktuelles“ und „Landesprogramme“ zu einem neuen Programmbereich werden. Sofern die Gremien des WDR zustimmen sollen. Die publizistische Gesamtverantwortung für den neuen Bericht, der derzeit den Arbeitstitel „NRW“ trägt, soll dann bei Chefredakteur Stefan Brandenburg liegen.
„Wir wollen die regionale Berichterstattung für die Menschen im Land deutlich ausbauen – unter einem Dach und mit unserer geballten journalistischen Kompetenz„, sagt Katrin Vernau, die Intendantin des WDR. „Die Tech-Giganten interessieren sich nicht für Wachtendonk oder Tecklenburg. Aber der WDR tut das. Neues aus und für NRW wird es von uns noch schneller und attraktiver auf allen relevanten Kanälen geben. Damit wollen wir für noch mehr Menschen die digitale Heimat im Westen werden.„
Zuletzt hat es drei Chefredakteure beim WDR gegeben. Neben Ellen Ehni, die für Politik und Zeitgeschehen zuständig war, leitete Stefan Brandenburg den Newsroom in Köln. Beide sind in der Programmdirektion Information, Fiktion und Unterhaltung angesiedelt, die von Jörg Schönenborn geleitet wird. Bis Ende 2025 agierte zudem Gabi Luwig innerhalb von Andrea Schafarczyks Direktion als Regional-Chefredakteurin. Wie das Medienmagazin DWDL berichtet, wurde das innerhalb des WDR immer wieder als „Geburtsfehler“ bezeichnet.
Schon im Herbst hatte es im Zuge des Rückzugs von Gabi Ludwig ein Umdenken beim WDR gegeben. Erst hieß es, dass man eine Nachfolgerin suchen werde, nun hat man sich aber doch darauf verständigt, dass man die Stelle nicht neu ausschreiben werde. Sowohl intern in der Belegschaft und auch in den Aufsichtsgremien als auch in der Politik hat es Widerstand gegen die ursprünglichen Pläne gegeben.
Nun geht man einen anderen Schritt. Doch auch wenn es in Zukunft nur noch einen Bereich geben wird, will der WDR eigenen Angaben zufolge auf „starke Regionalstudios“ setzen, „die für ihre jeweiligen Berichtsgebiete verantwortlich Inhalte produzieren“, heißt es. Das erklärte Ziel ist es, „die Menschen in Nordrhein-Westfalen in ihrer Lebenswirklichkeit und ihrem Alltag noch besser mit Informationen zu versorgen, überall und rund um die Uhr.„
Für die genaue Ausgestaltung der künftigen Organisationsstruktur will der WDR auch ihre Mitarbeiter in den betreffenden Bereichen, den Personalrat und die Redakteursvertretung miteinbeziehen. Das alles soll auch in enger Abstimmung mit den WDR-Aufsichtsgremien erfolgen, heißt es.
Quelle: DWDL



