In Thailand ist ein Passagierzug mit fast 200 Menschen an Bord in einen umgestürzten Baukran gerast. Dabei sind nach Behördenangaben mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Es gab zudem auch Dutzende Verletzte. Die Behörden in Thailand hatten die Zahl der Toten erst mit 22 beziffert und die Zahl der Verletzten mit 80 angegeben.  

Mehr als 20 Verletzte sollen in einem kritischen Zustand sein, berichteten örtliche Medien. In den Trümmern werden zudem auch noch weitere Todesopfer befürchtet.

Das Unglück ereignete sich am Mittwochmorgen (14.01.) Ortszeit im Bezirk Sikhiro in der Provinz Nakhon Ratchasima, etwa 230 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bangkok. Der massive Stahlkran, der für den Gleisbau eingesetzt wurde, ist plötzlich umgekippt, nur Sekunden bevor der Zug heranraste, schrieb die Zeitung „Bangkok Post“.

Der Zug ist dann mit voller Wucht gegen den Kran geprallt. Mehrere Waggons seien dann entgleist, Fahrgäste seien in den Trümmern eingeschlossen worden. Zudem brach ein Feuer aus. Andere Medien berichteten, dass der Kran auf den fahrenden Zug gestürzt sei. Der genaue Unfallhergang lässt sich erstmal nicht unabhängig verifizieren. Mehrere Einsatzteams wurden auch in der Umgebung des Unfallorts geschickt, um den Opfern zu helfen und die Verletzten aus den Wracks zu befreien. Die Retter waren unter anderem mit hydraulischen Schneidegeräten und Löschfahrzeugen im Einsatz.

Das Unglück ereignete sich bei Bauarbeiten an einer Hochgeschwindigkeitsstrecke, die Bangkok bis zum Jahr 2028 über Laos mit der chinesischen Stadt Kunming verbinden soll. Das Projekt ist ein Teil von Chinas „Neuer Seidenstraße“.

Quelle: ARD