Starker Regen hat auf dem gefrorenen Boden vor allem im Westen von Deutschland für gefährliche Glätte gesorgt. Im Berufsverkehr ging es in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nur langsam voran. Im Sauerland hat es mehrere Unfälle gegeben. Der Winterdienst war überall im Dauereinsatz.
Am Flughafen von Frankfurt am Main wurden wegen Schnee und Glätte rund 100 Flüge gestrichen. Der Flughafen startete mit einem „angespannten Winterbetrieb“ in den Tag. Man rechnet weiterhin mit erheblichen Beeinträchtigungen. Passagiere würden dringend gebeten, rechtzeitig vor ihrer Reise ihren Flugstatus zu prüfen und dann für die Anreise entsprechend der Wetterlage mehr Zeit einzuplanen. An anderen deutschen Flughäfen wie München und Nürnberg mussten einige Flüge witterungsbedingt annulliert werden.
Bei der Deutschen Bahn kam es wegen des Unwetters zu Einschränkungen bei den Regionalzügen in Niedersachsen und Hamburg. Im Fernverkehr hat man die Geschwindigkeit der Züge an entsprechenden Strecken gedrosselt. Betroffen seien die Abschnitte zwischen Hannover und Frankfurt/Würzburg, Wolfsburg und Berlin sowie Köln und Frankfurt. Dadurch kann es zu Verspätungen kommen.
Alle ICE-Züge zwischen Berlin und Frankfurt würden zudem nicht in Braunschweig und Hildesheim halten, erklärte die Bahn. Intercity-Züge zwischen Dresden und Dortmund fallen auf dem gesamten Laufweg aus. Insgesamt habe man aber einen guten Betriebsstart am Morgen erlebt, sagte eine Sprecherin.
Doch auch heute (12.01.) wird die Zugbindung aufgehoben bleiben. Das bedeutet, wer bis zum 07.01.26 ein Ticket für den Zeitraum zwischen dem 08.01.26 und dem 12.01.26 gekauft hat, kann sein Ticket problemlos zu einem späteren Zeitpunkt nutzen.
Im Westen Deutschlands hat das Tief „Gunda“ für Schnee und später dann für Regen gesorgt, bei den eisigen Temperaturen in der Luft oder auf dem Boden, bei denen der Regen gefroren ist. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Für weite Teile des Landes gilt heute noch eine Unwetterwarnung vor Glatteis.
In NRW sind die Schulen heute wegen der Glatteis-Gefahr geschlossen geblieben. Auch in Niedersachsen und in Bremen. Ausnahmen gab es auf den ostfriesischen Inseln. Aber auch Hessen, Bayern und weitere Bundesländer blieben zahlreiche Schulen zu. In NRW wurden die Klassen in den Distanzunterricht geschickt. Also einen freien Tag gab es nicht.
Quelle: ARD



