Nach Angaben der Schweizer Behörden sind 16 weitere Todesopfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana identifiziert worden. Darunter seien auch eine 14-Jährige als bisher jüngstes Opfer und zwei 15-jährige Schweizerinnen, teilte die Staatsanwaltschaft des Schweizer Kantons Wallis mit.
Bei 16 Toten weiß die Schweizer Gerichtsmedizin weiter nicht, wer sie sind und woher sie kommen. Beat Jans, der Schweizer Justizminister, hatte bei einem Besuch in Crans-Montana betont, dass die Ermittler 24 Stunden am Tag arbeiten, um den Familien der Vermissten so schnell wie möglich Klarheit über ihre Angehörigen zu verschaffen.
Auch die mehr als 110 Verletzten sind auch bisher noch nicht alle identifiziert. Viele schweben noch in Lebensgefahr. Weil schwerverletzte Brandopfer nur in spezialisierten Intensivstationen und von medizinischen Fachleuten behandelt werden können, wurden Dutzende ins europäische Ausland gebracht, auch nach Deutschland.
Inzwischen hat die Generalstaatsanwältin des Wallis, Béatrice Pilloud, ein Ermittlungsverfahren gegen die beiden Betreiber der Bar eröffnet, unter anderem wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Brandstiftung. In der Schweiz werden zudem auch die Behörden kritisiert. Es steht die Frage im Raum, ob ordentlich kontrolliert wurde, ob die Brandschutz- und Fluchtwegvorgaben in der Bar überhaupt eingehalten wurden.
Quelle: ARD



