Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft in seiner Weihnachtsansprache zu gesellschaftlichem Zusammenhalt auf. Er sagte: „Wir brauchen Mut, um immer wieder neu anzufangen.“ Das gelte „fĂĽr die groĂźen Dinge, die wir als Gesellschaft vornehmen, und fĂĽr die kleinen Dinge, bei denen jede und jeder von uns sein Bestes gibt.

Die zentrale Botschaft des Weihnachtsfestes sei das Licht in der Dunkelheit. Zur Dunkelheit gehöre alles, „was jeden einzelnen von uns bedrĂĽckt“ oder „was uns als Gesellschaft ängstigt„, etwa Krankheiten, Krisen und Kriege, sagte der Bundespräsident. Das Licht stehe wiederum fĂĽr das, „was uns trotzt allem immer wieder Hoffnung gibt„. Dazu zählten der Bundespräsident unter anderem „Gemeinschaft in vielen Formen“, das Engagement zahlreicher Menschen fĂĽr eine bessere Welt und vor allem „die Menschen, denen wir in Liebe verbunden sind„.

Der Bundespräsident sagte: „Darum freuen wir uns so ĂĽber Weihnachten. Es macht unser Leben erwartungsvoller, froher, wärmer, zuversichtlicher„. Weiter: „Mit solcher Zuversicht haben wir die Kraft, uns fĂĽr unsere Welt und fĂĽr unsere Mitmenschen einzusetzen.“ Das gelte fĂĽr die Politik im GroĂźen und fĂĽr die vielen kleinen Initiativen ĂĽberall im Land. Als Beispiel nannte er die Sternsinger-Aktion zum Dreikönigstag am 6. Januar, bei der Kinder Spenden fĂĽr Kinder in Not weltweit sammeln.

Für Steinmeier ist es die vorerst letzte Rede aus dem Schloss Bellevue. Denn der Bundespräsident zieht erst mal um, weil der Amtssitz ab dem nächsten Jahr umfassend saniert wird und erst 2031 wieder bezugsfertig sein wird. In der Zwischenzeit wird der Bundespräsident in einem moderneren Interimsbau residieren.

Die Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten ist ab 19 Uhr auf den Plattformen von ARD und ZDF verfügbar, sowie nach den Hauptnachrichtensendungen der beiden TV-Sender im linearen Fernsehen.

Quelle: ZDF, dpa, KNA