Morgen (13.10.) endet die Frist zur Freilassung der Hamas-Geiseln im Gazastreifen und nach Angaben der islamistischen Terrororganisation soll dies wie geplant geschehen. Der Sprecher der Hamas, Osama Hamdan, sagte der Nachrichtenagentur AFP: „Es gibt keine neuen Entwicklungen in dieser Angelegenheit.“ Die Logistik der Übergabe sei aber noch nicht klar.

Nach der Freilassung der lebenden Geiseln und der Übergabe der Leichen der nicht mehr lebenden Geiseln sollen dann etwa 2.000 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen freigelassen werden. Über die Liste der Häftlinge wird derzeit noch verhandelt, teilte die Hamas mit. Darauf sollen auch Namen von Palästinensern stehen, die von israelischen Gerichten wegen Terrorattacken zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt wurden.

Die Einigung zwischen Israel und der islamistischen Terrororganisation basiert auf dem Friedensplan von US-Präsident Donald Trump. Er selbst kündigte an, dass er morgen (12.10.) in der Region eintreffen werde. Trump kann dort auf eine Reihe symbolträchtiger Begegnungen und Bilder hoffen. Nach Angaben des Weißen Hauses wird Trump sich dann mit den Familien der Geiseln treffen, bevor er im israelischen Parlament sprechen wird.

Danach fliegt Trump weiter nach Scharm El-Scheich in Ägypten. Dort wird dann am Montag-Nachmittag offiziell das Gaza-Abkommen unterzeichnet. Gut drei Stunden später wird dann Trump zurück in die USA reisen. Bei der Unterzeichnung in Ägypten werden auch 20 Staats- und Regierungschefs wie Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni dabei sein.

Quelle: ARD