Als in dieser Woche Jimmy Kimmel nach knapp einer Woche wieder im US-Fernsehen zu sehen war, konnte man seine „Jimmy Kimmel Live“-Show nicht überall in den USA sehen. Hintergrund war, dass die beiden Betreiber von regionalen ABC-Sendern, Nexstar und Sinclair, die Sendung nicht ins Programm aufgenommen hatten. Nun haben sie aber ihren Widerstand aufgegeben und angekündigt, dass „Jimmy Kimmel Live“ wieder bei ihren Sendern zu sehen ist. Damit wird die Show wieder im ganzen Land zu sehen sein.

Mitte September nahm Disney, zu dem auch der Sender ABC gehört, wo die Show läuft, die Show aus dem Programm. Grund war eine Äußerung von Kimmel zum Tod des rechtsextremen US-Aktivisten Charlie Kirk. Vor allem hatten die beiden Unternehmen Nexstar und Sinclair Druck gemacht. Für die Entscheidung, Kimmel Off-Air zu nehmen, gab es viel Kritik. Viele Zuschauer hatten sogar ihr Disney+-Abo gekündigt. Dann gab Disney nach und holte die Sendung nach knapp einer Woche wieder zurück.

Als Kimmel dann wieder auf Sendung war, war er nicht überall zu sehen, weil sich Nexstar und Sinclair weigerten, ihn auf ihren Sendern zu zeigen. Die Show holte nach ihrem Comeback sehr gute Quoten ein. Sinclair betonte, dass die Tatsache, dass man die Show nicht gezeigt hatte, nicht von der Regierung beeinflusst gewesen sei. „Wir verstehen, dass nicht jeder mit unseren Entscheidungen über die Programmgestaltung einverstanden ist, aber es ist einfach inkonsequent, sich für die Meinungsfreiheit einzusetzen und gleichzeitig von den Sendern zu verlangen, bestimmte Inhalte auszustrahlen„, heißt es vom Medienkonzern.

Von Nexstar heißt es in einem internen Memo an die Belegschaft unter anderem: „Als FCC-Lizenznehmer nehmen wir unsere Pflicht, im öffentlichen Interesse zu programmieren, ernst, auch wenn nicht alle damit einverstanden sind.“ Man erklärte in diesem Schreiben auch: „Niemand hat das uneingeschränkte Recht, in einer Talkshow zu sagen, was er will.“ Jeder TV-Sender habe schon einmal „schwierige Entscheidungen treffen müssen„, heißt es weiter, wenn das Verhalten eines Moderators eine Grenze überschritten hatte. Das sei „kein Verstoß gegen den Ersten Verfassungszusatz„. Man übe so lediglich redaktionelle Verantwortung aus.

Vor allem von Nexstar wurde ein Statement erwartet, weil der Medienkonzern sich derzeit in einer milliardenschweren Übernahme befinde und von der Medienbehörde FCC die Genehmigung brauche. Dessen Chef, Brendan Carr, hatte öffentlich die Absetzung von Kimmels Show gefordert. Carr steht dem US-Präsidenten Donald Trump nahe.

Quelle: DWDL, Wikipedia