Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den russischen Machthaber Wladimir Putin als „den vielleicht schwersten Kriegsverbrecher unserer Zeit“ bezeichnet. „Er ist ein Kriegsverbrecher„, sagte Merz bei einem Interview von ProSiebenSat.1. „Ich habe keine Veranlassung, Putin an irgendeiner Stelle Glauben zu schenken„, sagte Merz weiter.
Putin sehe im Augenblick überhaupt keinen Grund, sich einem Waffenstillstand oder gar einem Friedensabkommen mit der Ukraine zu nähern. In der Ukraine erzielt Russland Geländegewinne, und auf diplomatischer Ebene erfahre Putin derzeit wieder größere Anerkennung im Ausland, auch wegen des Handels der Trump-Regierung.
„Den Grund müssen wir schaffen. Militärisch wird das schwierig, aber ökonomisch kann das gehen„, sagte der Kanzler. Man müsse dafür sorgen, dass Russland nicht mehr in der Lage sei, seine Kriegswirtschaft aufrechtzuerhalten. „Ich spreche in diesem Zusammenhang von einer ökonomischen Erschöpfung, die wir mit herbeiführen müssen„, teilte Merz mit. Dies gehe etwa durch Zölle auf diejenigen, die immer noch mit Russland Handel betreiben.
US-Präsident Donald Trump hatte sich zuvor ernüchtert von Russlands Machthaber gezeigt. In einem Radio-Interview sagte Trump: „Ich bin sehr enttäuscht von Präsident Putin, das kann ich sagen, und wir werden etwas tun, um den Menschen zu helfen, zu leben.“ Wie den Menschen in der Ukraine geholfen werden soll, nannte Trump nicht. Nach dem Treffen zwischen Trump und Putin in Alaska, sollte es ein Treffen zwischen Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geben, aber da passierte nichts bisher.
Quelle: n-tv



