Der ehemalige Chef von RTL, Helmut Thoma, ist tot. Er starb bereits am 3. Mai in seiner Geburtsstadt Wien im Alter von 86 Jahren an Herzversagen. Die feierliche Beisetzung hat im engen Familienkreis stattgefunden, wie seine Frau Daniele und sein Sohn Harald Thoma heute mitteilten. Thoma hat das deutsche Privatfernsehen wie kein anderer maßgeblich geprägt. „Dr. Thoma war ein Mann mit klarer Haltung, aber auch der nötigen Ambivalenz“, schreiben Daniele und Harald Thoma.
Nach einer Ausbildung in einer Molkerei und seiner nachgeholten Matura sowie einem Jura-Studium war erst in verschiedenen Kanzleien tätig. Schon im Jahr 1966 führte ihn sein Weg in die Medien. Erst beim ORF, wo er in der Rechtsabteilung arbeitete. Danach ging es zu Radio Luxemburg (heute RTL Radio), wo er ab 1982 Programmdirektor wurde. Dort hob er am 2. Januar 1984 RTLplus aus der Taufe, der als zweiter Privatsender in Deutschland auf Sendung ging. In der Zeit machte Thoma RTLplus zu einem der erfolgreichsten Fernsehsender in Deutschland. Bis 1998 blieb er Chef von RTL.
Später wollte Thoma es nochmal mit dem Fernsehen versuchen und gründete den Sender Volks.TV, aus dem dann am Ende nichts wurde. Später stieg er in den Regionalsender NRW.TV ein, der 2016 dann Insolvenz anmelden musste. Zuletzt lebte Thoma in Wien, fernab vom Medienrummel.
Quelle: DWDL



