Der CDU-Politiker Bernhard Vogel ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Das teilte die CDU Rheinland-Pfalz und die Konrad-Adenauer-Stiftung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit. Vorher berichtete die „Bild“ darüber.
Vogel war sowohl Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und nach der Wiedervereinigung auch Ministerpräsident von Thüringen. Der aktuelle Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Norbert Lammert, würdigte die Arbeit von Vogel. Er sagte: „Bernhard Vogel hat in Rheinland-Pfalz wie in Thüringen durch klare Orientierung und Respekt vor dem politischen Gegner ein Beispiel für demokratische Streitkultur gegeben und einen nachhaltigen Beitrag zum Zusammenwachsen unseres wiedervereinigten Landes geleistet.“
Die politische Karriere von Bernhard Vogel begann in den 1960er Jahren und war auch eng mit dem Namen Helmut Kohl verbunden. Nach zwei Jahren im Bundestag wurde Vogel 1967 Kultusminister in Rheinland-Pfalz. Damals war Kohl Ministerpräsident des Landes. Vogel profilierte sich dabei als Bildungspolitiker, setzte den Übergang von Konfessionsschule zur christlichen Gemeinschaftsschule durch. Im Jahr 1974 löste er Kohl als CDU-Landeschef und setzte sich gegen Heiner Geißler durch, den Kohl favorisierte. Im Jahr 1976 wurde Vogel dann Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Im Jahr 1988 verlor er den Machtkampf gegen Hans-Otto Wilhelm und trat dann als Ministerpräsident zurück.
Nachdem er dann 1989 Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung wurde, begann 1992 seine zweite politische Karriere als Ministerpräsident. Diesmal in Thüringen. Bis 2003 übernahm er das Amt aus. Von 2001 bis 2009 war er erneut Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Mit seinem Bruder, dem früheren SPD-Vorsitzenden Hans-Jochen Vogel (1926–2020), und auch mit Parteikollegen diskutierte er bis ins hohe Alter über politische Fragen.
Quelle: ZDF



