Nach den tagelangen Ausschreitungen von rechtsradikalen Gruppen haben Tausende Menschen in Großbritannien gegen Rassismus und Hass demonstriert. In mehreren Städten sind die Menschen am Mittwochabend (07.08.) auf die Straße gegangen und haben gegen Rechtsextremismus demonstriert.

Die Polizei hatte sich wieder auf neue Krawallen von Rechtsextremisten eingestellt und Medienberichten zufolge befürchtet, dass auch Anwaltsfirmen und Beratungsstellen, die Asylbewerber bei ihren Anträgen unterstützen, ins Visier geraten könnten. So wurden an manchen Orten die Fensterfronten mit Brettern geschützt. Die britische Regierung stellte rund 6.000 Polizisten von Spezialeinheiten zur Bereitschaft, um auf die etwa 100 angekündigten rechtsextremen Demonstrationen vorbereitet zu sein.

Am Abend gab es aber vor allem friedliche Gegendemonstrationen. Auf Plakaten stand unter anderem „No Place for Hate“ („Kein Platz für Hass“) oder „Stop the far Right“ („Stoppt die extreme Rechte“). In Liverpool hätten sich mehrere Menschen versammelt, um ein Zentrum für Asylbewerber zu schützen, berichtete die Nachrichtenagentur PA.

Hintergrund der rechtsradikalen Ausschreitungen in mehreren britischen Städten war ein Messerangriff in der Nähe von Liverpool, wo vergangene Woche drei Kinder getötet und zehn weitere Menschen verletzt wurden. Im Internet kursierten Falschmeldungen, dass der Täter ein muslimischer Asylbewerber gewesen sei. Doch in Wahrheit war er ein 17-jähriger Brite. Das Motiv ist unklar.

Quelle: ARD

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Waldemar
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