Die Vereinigten Staaten von Amerika wollen den Internetriesen Google wegen seiner marktbeherrschenden Stellung verklagen. Das Justizministerium in Washington und andere Bundessaaten der USA verklagen den Konzern, der zum Alphabet-Konzern gehört.

Google wird vorgeworfen, bei Suchergebnissen und im Werbegeschäft die Konkurrenz benachteiligt zu haben, zu Lasten der Verbraucher, heißt es. Von Google selbst gab es keine Stellungnahme. Den Angaben zufolge wird dem Konzern zudem vorgeworfen, mit Werbeeinnahmen in Milliardenhöhe Smartphone-Anbieter bezahlt zu haben, damit Google als Suchmaschine in den mobilen Browser eingestellt ist.

Vorbörslich notierte die Alphabet-Aktie 0,5 Prozent weniger. Während sich die Republikaner von US-Präsident Donald Trump und die Demokraten seines Herausforderers Joe Biden vor der Wahl am 3. November heftigst bekämpfen, demonstrieren beim Thema Google beide Lager mal Einigkeit, was ziemlich selten ist.

In den USA könnte es nun zu einem der größten kartellrechtlichen Verfahren seit Jahrzehnten kommen. Das Justizministerium hat für den Dienstag noch eine Pressekonferenz angekündigt. Seit gut einem Jahr wurden in den USA schon Kartellermittlungen gegen Google geführt. Die Europäische Union hatte im letzten Jahr schon eine milliardenschwere Strafe gegen das US-Unternehmen verhängt, weil es die Konkurrenz benachteiligt. Etwa 90 Prozent der weltweiten Suchanfragen im Internet kommen über Google.

Quelle: zdf.de

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