Der ehemalige Präsident von Simbabwe, Robert Mugabe, ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Der amtierende Präsident von Simbabwe, Emmerson Mnangagwa, schrieb auf Twitter: „Mit großer Traurigkeit gebe ich den Tod des Gründervaters Simbabwes und ehemaligen Präsidenten, Kommandant Robert Mugabe, bekannt.“

Eins verehrt worden, danach verhasst worden, galt Mugabe als einer der legendären Figuren des afrikanischen Kampfs gegen den Kolonialismus. Der frühere Guerillachef hatte das ehemalige Südrhodesien nach einem blutigen Konflikt 1980 in die Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Großbritannien geführt. Lange wurde Mugabe mit dem Südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela verglichen. Wie er kämpfte Mugabe gegen die Rassentrennung und verbrachte Jahre im Gefängnis.

Im Jahre 1980 gewann seine ZANU-Partei die Parlamentswahl, und Mugabe wurde Regierungschef der neuen Republik Simbabwe. In seinen ersten Jahren als Regierungschef gab es Hoffnungen. Er verwandelte das Land in ein wirtschaftlich und gesellschaftlich vorwärts gewandtes Simbabwe. Doch viele haben dabei übersehen, dass er das Land auch in den Ruin trieb. Einen Triefpunkt markierte eine Reform im Jahr 2000, die zu oft gewaltsamen Enteignung weißer Farmer führte.

Zuletzt machte er wegen seiner Verschwendung in dem verarmten Land Schlagzeilen. Zu seinem 93. Geburtstag gab es ein Festessen, obwohl sein Volk unter einer Nahrungsknappheit litt. Die Kosten für diese Feierlichkeiten wurden auf eine Millionen Dollar geschätzt. Die wachsende Unzufriedenheit führte zu großen Straßendemonstrationen in dem Land. Im November 2017 wurde er dann vom Militär zum Rücktritt gezwungen. Nun starb der Diktator in Singapur.

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