Am letzten Tag der russischen Parlamentswahl in Russland wurde die Region Moskau wieder ein Ziel von ukrainischen Drohnenangriffen. Seit Mitternacht habe man mehr als 180 anfliegende Drohnen abgefangen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den Bürgermeister der russischen Hauptstadt Moskau, Sergej Sobjanin. Allerdings seien nach Angaben des Gouverneurs der Region Moskau, Andrej Worobjow, auch mindestens zwei Menschen getötet worden, als zwei Drohnen in zwei Wohnhäuser eingeschlagen sind, heißt es in dem Bericht. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Heute endet nach drei Tagen die Parlamentswahl in Russland. Nach dem Ausschluss der einzigen Oppositionspartei, weil alle anderen Parteien bei der Wahl kremltreu sind, will sich Machthaber Wladimir Putin seinen Kriegskurs gegen die Ukraine bestätigen lassen. Und trotz Wirtschaftskrise, Kriegsmüdigkeit und weitverbreiteter Unzufriedenheit in der russischen Bevölkerung wird auch diesmal eine Zweidrittelmehrheit für die seit mehr als 20 Jahren regierende Kremlpartei „Geeintes Russland“ erzielt werden.

Trotz Protesten der Ukraine wird auch in den von Russland völkerrechtswidrig besetzten Teilen der Ukraine (Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson) die Wahl abgehalten. Auch auf der Krim, die Russland völkerrechtswidrig annektiert hat, finden die Wahlen statt. Die Ukraine will die Ergebnisse in den Gebieten nicht anerkennen.

Auch andere Kritiker weisen darauf hin, dass von einer fairen und demokratischen Wahl keine Rede sein kann. Die Parteien, die zur Wahl stehen, stehen alle dem Kreml nah und unterstützen den Krieg gegen die Ukraine. Eine richtige Opposition gibt es nicht.

Quelle: ntv, dpa

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Waldemar
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