Nach der Flutkatastrophe in Nepal und China ist die Zahl der Menschen, die dabei ums Leben gekommen ist, auf 734 gestiegen. Chinas Behörden hatten vorher bekanntgegeben, dass die Opferzahl im Katastrophengebiet im Südwesten der Region Tibet 16 erreicht habe.
Die Zahl der Vermissten auf chinesischer Seite ging auf 546 zurück. Unter den in China vermissten Ausländern sind nach Angaben der Behörden auch drei Deutsche. Das Auswärtige Amt hatte bisher von einer hohen einstelligen Zahl an vermissten Deutschen in der Region gesprochen. In Nepal galten noch acht Deutsche als vermisst.
Ob sich die Zahl der vermissten Deutschen im Katastrophengebiet in Nepal und Tibet im Zuge der jüngsten Angaben aus China insgesamt erhöht hat oder ob es Dopplungen bei den Angaben der Behörden von beiden Seiten gibt, war bisher nicht unklar. Unter anderem befand sich am Tag des Unglücks eine Reisegruppe mit einem nepalesischen Veranstalter noch in Tibet, um den Grenzübergang Gyirong zurück nach Nepal zu überqueren, sagte der Reiseveranstalter auf Anfrage der ARD.
Weitere Vermisste in China kamen unter anderem aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Portugal und den Niederlanden. Zusammen mit den mehr als 2.400 in Nepal noch gesuchten Flutopfern galten damit etwa 3.000 Menschen weiter als vermisst.
Am vergangenen Mittwoch (16.08.) hatte nach bisherigen Erkenntnissen der Abbruch an einem Gletscher im Grenzgebiet zwischen Nepal und China eine Sturzflut ausgelöst. Diese hatte sich anschließend durch den Bhotekoshi von nepalesischem Territorium aus über den Südwesten Tibets zurück nach Nepal ihren Weg gebahnt und dabei massive Schäden verursacht.
Quelle: ARD



