An den Flughäfen von Hannover und Stuttgart sind zwei Männer festgenommen worden, die eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet haben sollen. Die beiden Deutschen „mit Bezügen in die islamistische Szene“ wollten mutmaßlich nach Syrien reisen, um sich doch wohl ausbilden zu lassen und an Kämpfen im Ausland teilnehmen zu wollen, wie das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden und die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main mitteilten.

Die Ausreise des 27-Jährigen und des 18-Jährigen sei „durch intensive polizeiliche Maßnahmen unter Einbeziehung von Spezialeinsatzkräften“ verhindert worden. Nach den Festnahmen, die gestern (15.01.) stattgefunden haben, wurden die beiden Verdächtigen den Angaben zufolge in Frankfurt vor dem Haftrichter vorgeführt und kamen in Untersuchungshaft.

Zudem wurden auch ihre Wohnungen in Kassel und im Landkreis Kassel durchsucht. Dabei haben die Beamten unter anderem eine Armbrust ohne Bolzen und Flyer und Broschüren mit Bezug auf die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gefunden. Auch Bargeld, Handys und Datenträger wurden beschlagnahmt und sollen ausgewertet werden.

Den Angaben zufolge wurde gegen die beiden umfangreich ermittelt, auch bundesländerübergreifend. Die Ermittlungen gehen jetzt weiter. Eine schwere staatsgefährdende Gewalttat ist definiert als Straftat gegen das Leben oder die persönliche Freiheit, die Bestand oder Sicherheit eines Staats oder einer internationalen Organisation beeinträchtigen oder Verfassungsgrundsätze der Bundesrepublik beseitigen, außer Geltung setzen oder untergraben könnte.

Was die beiden Männer wirklich geplant haben sollen, wurde nicht mitgeteilt. Die Ermittler betonten aber, dass „zu keinem Zeitpunkt“ eine konkrete Gefahr für die Bevölkerung bestanden habe.

Quelle: ntv, AFP