Zwei Tage nach der verheerenden Brandkatastrophe in einer Bar in Crans-Montana mit 40 Toten sind strafrechtliche Ermittlungen gegen die beiden Betreiber aufgenommen worden. „Ihnen werden fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst vorgeworfen„, teilte die Polizei des Kantons Wallis in der Schweiz mit. In der Mitteilung der Behörden wird betont, „dass bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt„.
Bei dem Brand in der Silvesternacht war nach ersten Ermittlungen durch funkensprühende Partyfontänen Schaumstoff an der Decke in Brand geraten. Der Brand hatte sich innerhalb von kürzester Zeit ausgebreitet. Neben den Todesopfern wurden 119 Menschen größtenteils schwer verletzt.
Brandschutzexperten hatten schon infrage gestellt, ob die Bar genügend Notausgänge hatte und ob das Material, das unter der Decke wahrscheinlich zur Schalldämpfung installiert war, gesetzeskonform war. Als die Besucher der Bar vor den Flammen flüchteten, war es auf einer engen Treppe zu erheblichem Gedränge gekommen. Einige Überlebende konnten nur noch an den hochgestreckten Händen aus der Menge gezogen werden, wie Helfer berichteten.
Die Betreiber der Bar, ein französisches Ehepaar, hatten den Medien gesagt, dass sie am Boden zerstört sind und mit den Behörden kooperieren wollen, um diese Katastrophe aufzuklären.
Heute (03.01.) wurden die vier ersten Todesopfer identifiziert und ihren Angehörigen übergeben. Es handelt sich dabei um Schweizer zwischen 16 und 21 Jahren. Die Arbeiten zur Identifizierung der anderen Todesopfer und Verletzten dauern an.
Quelle: ZDF, dpa, AFP



