Bei der Parlamentswahl in Ungarn zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Fünf Stunden nach der Öffnung der Wahllokale haben nach Angaben der Wahlbehörde schon 37,98 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Damit lag die Beteiligung deutlich über der bei der letzten Wahl im Jahr 2022. Damals betrug sie zu dieser Zeit 25,8 Prozent. Das regierungskritische Portal „hvg.hu“ nennt dies schon einen „absoluten Rekord“.
Die Wahl heute (12.04.) gilt als eine der wichtigsten Wahlen seit der demokratischen Wende im Jahr 1989. Es geht auch um die Zukunft der rechtsnationalen Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban In den Umfragen liegt der Herausforderer Peter Magyar deutlich vorne. Der ehemalige Verbündete des rechtsnationalen Orban hat gute Chancen, neuer Ministerpräsident zu werden. Für Orban könnte es eine heftige Niederlage werden.
Magyar selbst bezeichnet die Wahl als historische Richtungsentscheidung für das Land. Es sei eine Wahl „zwischen Ost und West„, sagte der Chef der Tisza-Partei nach seiner Stimmabgabe in Budapest. Seine Partei werde die Wahl gewinnen. „Die einzige Frage ist, ob mit einer einfachen oder einer Zwei-Drittel-Mehrheit.“ Er erwarte zudem eine „Rekord-Wahlbeteiligung„. Auch Orban gab sich zuversichtlich. „Ich bin hier, um zu gewinnen„, sagte der Rechtsnationalist nach seiner Stimmabgabe.
Erste Prognosen und Hochrechnungen werden nach Schließung der Wahllokale, gegen 19 Uhr, erwartet.
Quelle: ntv, dpa, AFP, hvg.hu



