Ein Mitglied der AfD in Uffenheim hat dem Bericht des Polizeipräsidiums Mittelfranken zufolge sein eigenes Auto angezündet und damit versucht, die Schuld bei politisch linksgerichteten Gruppierungen zu suchen. Der Mann habe gestanden, den Brand selbst gelegt zu haben und einen angeblichen Drohbrief der Antifa gefälscht zu haben, teilte die Polizei Nürnberg mit. Auch eine angeblich gegen ihn gerichtete Graffiti-Schmiererei hatte er demnach selbst angefertigt.
Nach dem Brand des Fahrzeugs und den Ausführungen des Besitzers hatte zunächst erst der Staatsschutz ermittelt, weil eine politisch motivierte Straftat im Raum gestanden hatte. Nachdem die Ermittlungen in diese Richtung aber ins Leere gingen, sei zunehmend der Eigentümer des Fahrzeugs ins Visier der Polizei geraten. Denn bei der Analyse des Drohbriefs hat es auffällige Übereinstimmungen mit der Handschrift des Mannes gegeben.
Die AfD hat inzwischen ein Parteiausschlussverfahren gegen den Mann eingeleitet. Der Bezirksvorstand habe den Parteiausschluss des Mitglieds beschlossen, teilte der Bezirksverbands-Vorsitzende Andreas Haas mit. Ein entsprechender Antrag wird nun an das Landesschiedsgericht der Partei gerichtet, das die endgültige Entscheidung treffen muss.
Die Partei selbst schrieb noch in einer Pressemitteilung vom 8. Februar von einem „feigen Anschlag“ gegen ein Parteimitglied. Das Mitglied habe Parteimitglieder getäuscht sowie einen Ansehensverlust und Schaden für die Partei verursacht, hieß es nun.
Quelle: ntv, dpa



