Am Duisburger Hauptbahnhof ist am Mittag (11.03.) bei Bauarbeiten im Gleisbereich eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe gefunden worden. Wie die Stadt mitteilte, werde der Blindgänger noch am Abend vor Ort kontrolliert gesprengt werden. Das betroffene Gleis und der dazugehörige Bahnsteig sind aufgrund des Neubaus des Bahnhofsdaches und der Bahnsteige bereits seit mehreren Wochen gesperrt. Der Fundort der aktuellen Fliegerbombe ist nur wenige Meter vom Fundort einer amerikanischen Fünf-Zentner-Bombe entfernt, die bereits gestern Mittag (10.03.) entdeckt wurde. Der Blindgänger konnte gestern Abend bereits erfolgreich entschärft werden. Rund 780 Personen waren in einem Umkreis von gut 300 Metern durch die Evakuierung betroffen, der Bahnverkehr war gestern für gut zwei Stunden eingeschränkt.

Bei der Evakuierung heute sind wieder Anwohnerinnen und Anwohner sowie Bürogebäude und Geschäfte in einem Umkreis von ca. 600 Metern um den Fundort. Rund 6600 Menschen sind laut ersten Schätzungen der Stadt Duisburg von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen. Der Bombenfund hat auch massive Auswirkungen auf den Zugverkehr in ganz Nordrhein-Westfalen, da Regional- und Fernzüge vorzeitig gestoppt oder umgeleitet werden müssen. Zudem können teilweise Züge an geeigneten Bahnhöfen aufgehalten werden, was zu massiven Verspätungen führen kann. Und auch der Nahverkehr sowie die angrenzende Autobahn A59 sind betroffen, denn die Autobahn wird zwischen Duisburg-Hochfeld und dem Autobahnkreuz Duisburg gesperrt. Autofahrer, die ortskundig sind, werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

Der Blindgänger soll planmäßig um 21 Uhr kontrolliert gesprengt werden. Bereits 2 Stunden vorher, gegen 19 Uhr, soll der Duisburger Hauptbahnhof evakuiert werden. Ab 20 Uhr greifen dann auch alle Sperrungen rund um die Evakuierungszone. Ein Aufhalten in dem Bereich ist ab dann nicht mehr gestattet. Wer mit dem Nahverkehr unterwegs ist, der sollte versuchen, möglichst vor 19 Uhr einen Bus zu erwischen, da in Duisburg aufgrund der Ver.di-Streiks im kommunalen Nahverkehr nur die Nachtbusse im Stundentakt verkehren, die aufgrund des Bombenfundes ebenfalls umgeleitet werden müssen.

Quelle: Stadt Duisburg

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