Japan hat heute (11.03.) den Opfern der Tsunami-Katastrophe gedacht. Vor 15 Jahren löste ein Erdbeben der Stärke 9,0 im Nordosten von Japan einen gewaltigen Tsunami aus und zerstörte alles. Dabei sind etwa 20.000 Menschen ums Leben gekommen. In dem Atomkraftwerk Fukushima ereignete sich später der GAU, der größte anzunehmende Unfall.

Die Politik in Japan setzt trotz dieser Katastrophe weiterhin auf die Atomkraft. Japans Premierministerin Sanae Takaichi will die Wiederinbetriebnahme der AKWs in Japan beschleunigen. Ihr Ziel ist es, durch neue Kerntechnologien die Abhängigkeit Japans von teuren, importierten fossilen Brennstoffen zu beenden.

Damals hatte die Atomkatastrophe von Fukushima vor 15 Jahren einen radikalen Stimmungswandel in der japanischen Bevölkerung gesorgt. Die Meinung kippte dramatisch gegen die Kernkraft. Alle 54 Reaktoren im Land sind vom Netz gegangen. Die japanische Regierung beschloss im Jahr 2012 sogar den Ausstieg aus der Atomkraft. Diese Entscheidung wurde aber nur nach zwei Jahren wieder aufgehoben. Nun plant Japan wieder fest mit Atomkraft.

Die Aufräumarbeiten am Unglücksort kommen kaum voran. Die komplette Bergung des geschmolzenen Brennmaterials am AKW Fukushima wurde schon verschoben. Aus dem Reaktorblock 2 konnten bisher nur Proben entnommen werden, die nicht einmal ein Gramm wiegen. Dabei wird geschätzt, dass in den Reaktoren 1 bis 3, in denen es vor 15 Jahren zu den Kernschmelzen kam, noch immer 880 Tonnen an Brennstoffresten lagern.

Und dabei ist die Angst vor der nächsten Katastrophe riesig. Eine aktuelle Umfrage des Roten Kreuzes, über die die „Japan Times“ berichtete, zeigt: Über 80 Prozent der Japanerinnen und Japaner rechnen damit, dass ihr Land bald erneut von einem Beben mit ähnlichen Folgen wie aus dem Jahr 2011 getroffen werden könnte. Das Schreckliche daran: Knapp 70 Prozent von ihnen haben laut eigenen Angaben bisher keine angemessenen Vorkehrungen für so einen Fall getroffen.

Quelle: Express

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Waldemar
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