In Paris beraten seit heute Vertreterinnen und Vertreter aus 30 Staaten auf Einladung von Präsident Emmanuel Macron über die Nutzung von Kernenergie in z. B. Atomkraftwerken. Unterdessen geht in Deutschland der Streit um die Atomkraft weiter. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zeigte sich allerdings zuletzt wieder offen für die Technik. Anders sieht es derweil Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD). Der erteilte dem Wiedereinstieg in die Atomkraft im Interview mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) eine klare Absage.
Es sei das gute Recht der Union, dass sie sich in der Frage der Atomkraft als Partei anders positioniere. Die Bundesregierung halte sich aber an die Gesetzeslage und die schreibe den Ausstieg aus der Atomkraft ganz klar vor, so Schneider. Weiter sagte er, dass es seine Aufgabe als Umweltminister sei, für den Atommüll ein geeignetes Endlager zu finden. Auch die Forderung nach sogenannten Mini-Atomkraftwerken, die in einigen Ländern aktuell entwickelt werden, lehnt Schnieder ab. Denn die seien nicht sicherer als herkömmliche Atomkraftwerke und aufgrund der weniger produzierten Leistung weniger effizient.
Immer wieder gab es seitens der CDU Kritik am Atomausstieg. Zuletzt bezeichnete der Bundeskanzler Friedrich Merz Anfang des Jahres als einen „schweren strategischen Fehler“. Und auch aus Frankreich kommen ähnliche Worte, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete die Abkehr als „strategischen Fehler“
Quellen: rbb24, Welt



