Paramount-Skydance wird Warner Bros. Discovery komplett übernehmen. Nachdem man die Übernahmeschlacht gegen Netflix gewonnen hatte, machen sich aber viele Sorgen um gewisse Programme. Wie zum Beispiel um CNN.
Der Nachrichtensender ist Trump-kritisch und für den US-Präsidenten und Rechtspopulisten ein Dorn im Auge. Die Ellison-Familie hingegen steht den Trumps sehr nahe. Und deswegen gibt es Befürchtungen, dass CNN zu einem Pro-Trump-Sender umkrempeln will. Doch wenn Paramount-Skydance WBD geschluckt hat, soll sich beim Newssender nichts ändern, sagte CEO David Ellison.
In einem Interview mit dem Finanzsender CNBC sagte Ellison, dass er die Marke und die Redaktion gut finde. „CNN ist eine unglaubliche Marke mit einem großartigen Team. Wir glauben fest daran, dass die Unabhängigkeit dieser Journalistinnen und Journalisten gewahrt bleiben muss, und wir wollen das auch künftig unterstützen„, wird Ellison auf „Hollywoodreporter.com“ zitiert. „Die redaktionelle Unabhängigkeit wird absolut erhalten bleiben. Sie wird bei CBS gewahrt – und sie wird auch bei CNN gewahrt bleiben.“ Ellison bekräftigte zudem seine grundsätzliche Haltung zur Rolle von Nachrichtenmarken. Ziel sei es, ein möglichst breites Publikum anzusprechen, insbesondere die große Gruppe der US-Bevölkerung, die sich politisch weder rechts noch links sehe. „Wir wollen im Geschäft mit der Wahrheit sein, wir wollen im Geschäft mit Vertrauen sein – und das wird sich nicht ändern„, sagte er.
Strategisch dürften sich für die Nachrichtenangebote doch einiges ändern. So stellte Ellison klar, dass CNN und CBS News sich stärker aufs Streaming konzentrieren sollen. Die Nutzerinnen und Nutzer sollen selbst entscheiden, ob sie Nachrichten klassisch schauen oder über Streamingplattformen abrufen.
Ob aber der Deal zwischen WBD und Paramount-Skydance wirklich zustande kommen wird, entscheiden die Behörden. Damit steht CNN vor einer ungewissen Zukunft.
Quelle: MEEDIA



