Weiterhin lässt der erste bemannte Mondflug seit mehr als 50 Jahren auf sich warten. Wegen technischer Probleme muss die US-Raumfahrtbehörde NASA den Start ihrer Artemis-II-Mission wieder verschieben. NASA-Chef Jared Isaacman schrieb auf der Plattform X, dass ein Problem mit der Heliumzufuhr in einer Raketenstufe vorliege.

Die Trägerrakete mit Orion-Raumkapsel war schon an die Startplattform gebracht worden. Nun muss sie wieder in den Hangar im Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida gebracht werden. Damit ist der geplante Start im März nicht mehr einzuhalten, schrieb Isaacman.

Ich verstehe, dass die Menschen von dieser Entwicklung enttäuscht sind„, fügte der NASA-Chef hinzu. „Diese Enttäuschung empfindet vor allem das Team der NASA, das unermüdlich an den Vorbereitungen für dieses große Vorhaben gearbeitet hat.“ Zuletzt war ein Start für den 6. März angepeilt worden. Die vier Astronauten für die Artemis-II-Mission hatten gerade dafür die vorgeschriebene Quarantäne begonnen. Auf ihrer Mission sollten sie den Mond umrunden, aber nicht auf dem Erdtrabanten landen. Schon einmal musste die NASA den Start verschieben. Der ursprüngliche Start war für Anfang Februar geplant. Doch wegen eines Wasserstoff-Lecks bei Tests nicht mehr zu halten. Nach einem weiteren Probelauf, bei dem bis auf den eigentlichen Start alle Abläufe getestet wurden, hatte NASA-Chef Isaacman erst vorgestern (20.02.) von einem „großen Fortschritt“ gesprochen.

In der Raumfahrt hängen die Starts nicht nur vom Wetter ab, sondern auch vor allem von bestimmten astronomischen Konstellationen. In diesem Fall davon, wie die Erde und der Mond zueinander stehen, wenn die Rakete auf den Weg gebracht wird. Im Laufe des Jahres gibt es weitere Termine mit den nötigen Bedingungen für einen Start, etwa Anfang April.

Bei dieser Mission sollen erstmals seit 1972 wieder Astronauten zum Mond fliegen. Die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman und ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen werden etwa 10 Tage unterwegs sein. Die Artemis-II-Mission dient als Vorstufe für die geplante Mondlandung der Artemis-III-Mission, die für 2028 geplant ist.

Quelle: ARD