Nach einem Lawinenabgang während eines heftigen Wintersturms im Norden von Kalifornien sind sechs Skifahrer lebend gefunden worden. Nach Angaben der Behörden werden aber noch neun vermisst.
Ein Anrufer hatte den Notruf am Dienstag (17.02.) alarmiert. Zwei der sechs Geretteten seien in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte das Sheriffbüro von Nevada County mit. Insgesamt seien 15 Skifahrerinnen und Skifahrer unterwegs gewesen. Die Skifahrerinnen und Skifahrer hatten sich auf einer dreitägigen Tour befunden, wie der Meteorologe Steve Reynaud vom Sierra Avalanche Center mitteilte. Dabei habe die Tourgruppe „raues, gebirgiges Terrain“ bewältigen müssen, hieß es weiter. Nach Angaben des Sheriffbüros hatten die Expeditionsfirma sowie Notfallsignale der Skifahrer die Behörden auf eine Lawine aufmerksam gemacht.
Extreme Wetterbedingungen im Gebirge haben den Rettungseinsatz, der mehrere Stunden dauerte, erschwert. Die Rettungskräfte mussten sich nahe Lake Tahoe bei stürmischen Bedingungen zu den Skifahrern vorkämpfen, die von Schnee und Eis eingeschlossen waren. Die Überlebenden seien aufgefordert worden, sich „so gut wie möglich“ an Ort und Stelle zu schützen.
Insgesamt seien 46 Einsatzkräfte im Gebiet von Castle Peak, nordwestlich des Lake Tahoe, unterwegs gewesen, um die Skifahrer zu erreichen, heißt es.
Seit vergangenem Wochenende wird der US-Bundesstaat Kalifornien von einem Sturm heimgesucht, der im Süden von Los Angeles zu starken Regenfällen und in den Bergen im Norden zu starken Schneefällen führt. Bis Mittwochabend (18.02.) gilt in der Sierra Nevada eine Lawinenwarnung. Es werden zudem weitere Lawinen erwartet.
Quelle: ZDF, AP, AFP, Reuters



