Der bekannte US-Bürgerrechtsaktivist Jesse Jackson ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Der Politiker, Pastor und Weggefährte von Martin Luther King starb nach Angaben seiner Angehörigen „friedlich im Kreise seiner Familie„. Diese rief auch dazu auf, im Gedenken an Jackson dessen Kampf für Werte wie Gerechtigkeit und Gleichberechtigung fortzusetzen.
In einem Statement schrieb die von ihm gegründete Stiftung „Rainbow Push Coalition“ unter Berufung auf seine Familie: „Sein unerschütterliches Engagement für Gerechtigkeit, Gleichheit und Menschenrechte trug dazu bei, eine globale Bewegung für Freiheit und Würde zu formen.“ Weiter heißt es: „Unser Vater war ein dienender Anführer – nicht nur für unsere Familie, sondern für die Unterdrückten, die Stimmlosen und die Übersehenen auf der ganzen Welt.„
Jackson wurde 1941 in Greenville im US-Bundesstaat South Carolina als Jesse Louis Burns geboren. Später nahm er den Nachnamen seines Stiefvaters Charles Jackson an. Jackson studierte Theologie in Chicago, als er seine Mitarbeit in der Southern Christian Leadership Conference des legendären Bürgerrechtlers King begann.
Nach der Ermordung von Martin Luther King im Jahr 1968 hatte er jahrzehntelang die Bürgerrechtsbewegung in den USA geführt. Er gründete eigene Organisationen, die 1996 in der „Regenbogen“-Koalition aufgingen, eine Initiative, die sich nach eigenem Bekunden „für sozialen Wandel“ engagiert. In den 1970er Jahren zählte Jackson für das Magazin „Ebony“ zu den hundert einflussreichsten schwarzen Amerikanern. Im darauffolgenden Jahrzehnt wurde der Baptistenpfarrer einer der bekanntesten afroamerikanischen Politiker. Im Jahr 1983 heiratete er seine College-Liebe Jacqueline Lavinia Brown. Das Ehepaar hat fünf Kinder.
Als Politiker der Demokraten kandidierte er in den 1980er Jahren zweimal für das Präsidentenamt der USA und bereitete auch damit den Weg für die Wahl des ersten schwarzen Präsidenten Barack Obama im Jahr 2008.
Um die Gesundheit von Jackson stand es seit Jahren nicht besonders gut. Im Jahr 2017 teilte er mit, dass er an Parkinson erkrankt sei. Während der Corona-Pandemie mussten er und seine Ehefrau nach einer Infektion im Jahr 2021 im Krankenhaus behandelt werden. Er hatte in den letzten Jahren immer wieder mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.
Quelle: ZDF, AFP, AP, dpa, Reuters,



