In Moskau hat es wohl einen Anschlag auf einen russischen General gegeben. Der stellvertretende Chef des russischen Armeegeheimdienstes, Wladimir Alexejew, wurde den Behörden zufolge bei einem Attentat schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der 64-Jährige wurde nach Behördenangaben in einem Wohnhaus im Nordosten der russischen Hauptstadt angeschossen. Der Täter ist auf der Flucht, eine Fahndung wurde eingeleitet, teilte das Ermittlungskomitee mit. Die Behörden haben ein Strafverfahren unter anderem wegen versuchten Mordes eingeleitet.
Medienberichten zufolge ereignete sich die Tat am frühen Freitagmorgen (06.02.) in Moskau. Alexejew wurde in seinem Wohnhaus vor dem Fahrstuhl mehrmals in den Rücken geschossen, berichtete der den russischen Sicherheitsorganen nahestehende Telegramkanal Mash.
Öffentlich zugänglichen Angaben zufolge wurde Alexejew in der heutigen Ukraine, im Gebiet Winnyzja, geboren. Seine gesamte, noch in der Sowjetunion beginnende militärische Karriere hat er aber in Russland verbracht. Dort war er zuletzt Vizechef des Armeegeheimdienstes GRU.
Medienberichten zufolge war er nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine auch für die Aufstellung und Organisation von sogenannten Freiwilligenbataillonen mitverantwortlich. In der Ukraine wird er wegen der Bereitstellung von Daten für die Luftschläge gesucht, bei denen auch mehrere zivile Objekte zerstört wurden und Zivilisten ums Leben kamen. Auf westlichen Sanktionslisten steht er seit Jahren unter anderem wegen des Vorwurfs der Organisation von Cyberkriminalität und der Verbreitung des Nervenkampfstoffs Nowitschok im Zuge der Affäre um die versuchte Tötung des übergelaufenen Geheimdienstagenten Sergej Skripal in Großbritannien.
Quelle: ntv, dpa



