Die Videoplattform TikTok verstößt nach den vorläufigen Ergebnissen einer Untersuchung der EU-Kommission gegen europäisches Recht. Das hat die Kommission in Brüssel mitgeteilt. Es geht dabei genauer gesagt um suchtfördernde Mechanismen, zum Beispiel um stark personalisierte Empfehlungen und das ununterbrochene automatische Abspielen von Videos.
Die Kommission kündigte zudem an, dass sie schon eingeleitete Verfahren gegen TikTok weiter vorantreiben Sollte das zum chinesischen Unternehmen Bytedance gehörende Unternehmen nicht einlenken, drohen Strafen in Millionenhöhe.
Die Vizepräsidentin der EU-Kommission Henna Virkkunen kritisierte: „Abhängigkeit von sozialen Medien kann schädliche Auswirkungen auf die sich entwickelnden Gehirne von Kindern und Jugendlichen haben.“ Es gehe darum, europäische Regeln durchzusetzen, um Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Eine Sprecherin von TikTok teilte mit: „Die vorläufigen Ergebnisse der Kommission stellen unsere Plattform kategorisch falsch und völlig haltlos dar. Wir werden alle notwendigen Schritte unternehmen, um diese Ergebnisse mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln anzufechten.„
Die EU-Kommission untersucht derzeit verschiedene Online-Plattformen. Bei großen Tech-Unternehmen, aber auch der Regierung in den USA sorgt das für große Verärgerung.
Quelle: ZDF, dpa, AFP



