Die EU-Außenminister haben neue Sanktionen gegen den Iran beschlossen. Mit den Sanktionen wird auf die brutale Niederschlagung der regierungskritischen Proteste und die fortgesetzte Unterstützung des Irans für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine reagiert. Betroffen sind insgesamt rund 30 Akteure, sagten Beamte nach der Entscheidung bei einem Treffen in Brüssel. In einem Amtsblatt sollen später die Namen dann veröffentlicht werden.

Bei den jüngsten Unruhen im Iran sind nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen Tausende Menschen getötet worden. Mehrere EU-Außenminister sprachen sogar von möglicherweise bis zu 30.000 Opfern. Zudem soll es Zehntausende Festnahmen gegeben haben. Um genaue Informationen von dort zu bekommen, hat das Regime in Teheran das Internet sperren lassen. Auch das Telefonieren ist nicht möglich.

Die neuen Sanktionen werden zur Folge haben, dass von den betroffenen Akteuren in der EU vorhandene Vermögenswerte eingefroren werden müssen. Zudem ist es EU-Bürgern und Unternehmen untersagt, ihnen Gelder zur Verfügung zu stellen. Zudem dürfen die Betroffenen nicht in die Europäische Union einreisen.

Quelle: ntv, dpa