Die SPD in NRW will mit ihrem Fraktionschef Jochen Ott in den Wahlkampf für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2027 gehen. Der Parteivorstand hat sich für den 51-Jährigen entschieden.
Es sei „Zeit, Verantwortung zu übernehmen„, sagte Ott und kündigte seine Bewerbung an. „Ich möchte Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen werden, damit dieses Land wieder gerecht wird.“ Er wollte NRW „zum familienfreundlichsten Bundesland machen„. Ott versprach mehr Investitionen in Bildung. Dies werde auch der Wirtschaft im Land helfen. Als Ministerpräsident wolle er „ein dauerhaftes Bündnis für Arbeit„, um Menschen „die Angst vor dem Jobverlust“ zu nehmen, sagte Ott. Es gehe ihm um „Aufstieg und Aufbruch“ in Nordrhein-Westfalen.
Ott soll nach der Vorstellung der NRW-SPD also Ministerpräsident Hendrik Wüst von der CDU herausfordern, der laut Umfragen seit Jahren weit vor der SPD liegt. Seit 2023 ist Ott Fraktionsvorsitzender im Düsseldorfer Landtag für die Sozialdemokraten. 2027 will er nach Fritz Steinhoff, Heinz Kühn, Johannes Rau, Wolfgang Clement, Peer Steinbrück und Hannelore Kraft der siebte Regierungschef der SPD in NRW werden.
In den letzten Wochen waren neben Ott auch die Co-Vorsitzende der NRW-SPD, Sarah Philipp, und der ehemalige Landesminister Garrelt Duin für die Spitzenkandidatur gehandelt worden. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas und der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link sollen hingegen abgewunken haben, berichtet der WDR. Bas, die auch SPD-Bundesvorsitzende ist, gratulierte Ott zu dessen Nominierung und bezeichnete ihn „als starken Kandidaten„.
Die SPD sitzt seit 2017 in Nordrhein-Westfalen in der Opposition. Derzeit wird das bevölkerungsreichste Bundesland von einer Koalition aus CDU und Grünen mit Hendrik Wüst als Ministerpräsidenten regiert.
Quelle: WDR, dpa, SPD



