In Brandenburg hat die Bundesanwaltschaft zwei Männer wegen des Verdachts der Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung festgenommen. Wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte, handelt es sich um einen russischen und einen deutschen Staatsangehörigen.
Die beiden sollen die prorussischen „Volksrepubliken Donezk und Lugansk“ in der Ostukraine unterstützt haben. Die Wohnungen der beiden wurden durchsucht. Schon im Mai letzten Jahres hatte es in dem Fall Razzien in Berlin und Brandenburg gegeben.
Den Ermittlern zufolge haben die beiden Männer seit 2016 führende Positionen in einem Verein zur Unterstützung der abtrünnigen Gebiete eingenommen. Dieser habe den Transport von Versorgungsgütern, Medikamenten sowie Drohnen in den Donbass zugunsten von Milizionären organisiert. Der russische Staatsangehörige soll Vereinsgelder in Höhe von 14.000 Euro in die sogenannten „Volksrepubliken“ geleitet und Gütertransporte finanziert haben. Der Deutsche sei mehrfach zu Gesprächen mit Vertretern dieser „Volksrepubliken“ im Donbass gereist, habe Lieferaufträge entgegengenommen und bei der Verteilung von Gütern geholfen.
Die Bundesanwaltschaft stuft die „Volksrepubliken Donezk und Lugansk“ als terroristische Gruppen ein. Die pro-russischen Gruppierungen hätten ab dem Frühjahr 2014 die Kontrolle über die ukrainischen Verwaltungsbezirke Donezk und Luhansk beansprucht und sich intensive Kämpfe mit den ukrainischen Streitkräften geliefert. Die beiden Beschuldigten werden morgen (22.01.) dem Haftrichter vorgeführt.
Quelle: ZDF, Reuters



