Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa hat seinen geplanten Besuch in Deutschland abgesagt. Das hat ein Regierungssprecher bestätigt. Der Besuch war für Anfang dieser Woche geplant. Al-Scharaa wollte sich mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzler Friedrich Merz und mehreren Ministern und Wirtschaftsvertretern treffen. Hauptthemen sollten die Rückführung von syrischen Flüchtlingen und der Wiederaufbau des Landes zählen.

Der Grund für die Absage sind innenpolitische Situationen in Syrien, sagte Al-Scharaa. Tagelang hatten sich das syrische Militär und die von den Kurden angeführten Milizen im Norden des Landes bekämpft. Nun hat man sich auf eine Waffenruhe einigen können.

Kanzler Merz hatte schon al-Scharaa im November nach Deutschland eingeladen. Kritik an der Einladung gab es etwa von den kurdischen und alawitischen Gemeinden in Deutschland, die der syrischen Regierung gewaltsame Unterdrückung ethnischer und religiöser Minderheiten vorwerfen. Im Rahmen des Besuchs waren auch Demonstrationen geplant.

Quelle: ARD