Die EU-Kommission verzichtet im Grönland-Konflikt mit den USA vorerst auf eine Gegenmaßnahme und will auf Dialog setzen. „Aus den Konsultationen unter den EU-Staats- und Regierungschefs, einschließlich Präsidentin von der Leyen, geht klar hervor, dass die Priorität darin besteht, den Dialog zu suchen, nicht zu eskalieren und die Verhängung von Zöllen zu vermeiden“, sagte ein Sprecher in Brüssel.
Der Grund sei, dass die Verhängung von weiteren Zöllen letztlich Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks schädigen würde.
Wie der Dialog mit den USA nun organisiert werden soll, sagte der Sprecher nicht. Ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos war nach seinen Angaben nicht geplant. Der Sprecher machte aber auch deutlich, dass die EU für den Fall der Verhängung der US-Zölle, die der Rechtspopulist Trump für einige EU-Länder, darunter auch für Deutschland, verhängen wird, über Abwehrinstrumente verfüge und diese auch bei Bedarf einsetzen werde.
Die neuen Zollpläne des Rechtspopulisten sehen vor, dass Länder, die sich mit Grönland solidarisieren, Strafzölle für ihre Produkte dazuzahlen müssen. Trump will Dänemark nun dazu zwingen, die Insel an die USA zu verkaufen.
Quelle: ntv, dpa



