Das Erkundungsteam der Bundeswehr ist auf dem Rückweg von Grönland nach Deutschland. Das Expertenteam aus Soldaten fliegt über Reykjavik und Kopenhagen zurück, sagte ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr. Der Einsatz wurde nicht wegen der neuen Drohungen von US-Präsident Donald Trump abgebrochen. „Die Erkundung ist auftragsgemäß abgearbeitet worden.“ Der Rechtspopulist Trump hat gestern (17.01.) angekündigt, Sonderzölle auf Länder zu verhängen, die bei dieser Erkundungsmission dabei sind, darunter auch Deutschland.
Das Bundeswehr-Team war erst am Freitag in Grönland, um die Bedingungen für militärische Übungen zu überprüfen. Noch gestern Abend hieß es, dass es nicht absehbar sei, wie lang der Aufenthalt dauern werde. Nun sagte der Sprecher des Führungskommandos, dass das Team seine Aufgabe erfüllt habe. „Die Erkundungsergebnisse werden in den kommenden Tagen ausgewertet.„
Trump hatte wieder darauf gepocht, dass Grönland zu den USA gehören soll, obwohl das Land zum Königreich Dänemark gehört. Der Rechtspopulist begründet dies mit Sicherheitsbedenken wegen angeblicher Bedrohungen durch China und Russland.
Mehrere NATO-Staaten, darunter Deutschland und Frankreich, hatten Soldaten auf die Insel entsandt. Es gehe dabei um die Frage, ob die Arktis sicher sei und inwiefern Deutschland mit den NATO-Partnern dazu beitragen könnte, hieß es dazu aus dem Bundesverteidigungsministerium. Die europäischen NATO-Verbündeten sind anders als Trump der Meinung, dass Grönland nicht von den USA übernommen werden müsse, um die Arktis zu schützen.
Quelle: ntv



