Die USA kündigten an, dass Länder, die mit dem Iran Geschäfte machen, Strafzölle in Höhe von 25 Prozent zahlen müssen. Das hat US-Präsident Donald Trump auf seiner Social-Media-Plattform bekanntgegeben. In dem kurzen Beitrag war zunächst nicht klar, was genau die Formulierung „Geschäfte mit dem Iran machen“ umfasst. Zu den wichtigsten Handelspartnern des Iran gehören unter anderem Indien, China und die Türkei.
Es ist nicht das erste Mal, dass Trump solche „indirekten“ Zölle gegen Länder verhängt. Im Ukraine-Krieg hatte Trump schon Zölle von bis zu 50 Prozent im Zusammenhang mit Käufen von russischem Erdöl durch das Land verhängt. Weitere Zölle gegen China könnten unterdessen den Handelskonflikt zwischen Peking und Washington nach relativer Ruhe wieder aufbauschen.
Seit mehr als zwei Wochen protestieren viele Menschen im Iran gegen das Mullah-Regime. Die durch eine Wirtschaftskrise ausgelösten Proteste haben inzwischen eine landesweite Dimension angenommen. Der Sicherheitsapparat reagiert mit brutaler Härte. Hunderte Demonstranten sind nach Angaben von Aktivisten schon getötet worden. Es sind die schwersten Proteste seit Jahren in dem Land.
Trump hatte den Demonstranten den Rücken gestärkt und die iranische Regierung vor Repressionen gewarnt. Am Wochenende sagte er, dass die Regierung in Teheran verhandeln wolle.
Quelle: ZDF, dpa



