Der Begriff „Sondervermögen“ ist zum Unwort des Jahres 2025 gewählt worden. Das hat die Jury der sprachkritischen „Unwort“-Aktion am Dienstagmorgen (13.01.) bekanntgegeben. Der Gebrauch des ursprünglich aus der wirtschaftlichen und juristischen Fachsprache stammenden Begriffs in der öffentlichen Kommunikation verdecke, was mit dem Wort eigentlich gemeint sei, und zwar die Aufnahme von Schulden.
Der im letzten Jahr vermehrt im öffentlich-politischen Sprachgebrauch verwendete Begriff habe „sehr deutlich die politischen Debatten über Staatsverschuldung und Investitionsprogramme“ geprägt, heißt es weiter.
Bürgerinnen und Bürger können für das „Unwort“ des Jahres jeweils bis zum Jahresende Vorschläge einreichen, aus denen dann die Jury die Auswahl treffen wird. Die Jury setzt sich aus vier Sprachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern und einer Journalistin sowie jährlich wechselnden Gästen zusammen.
Auf dem zweiten Platz kam das Wort „Zustromungsbegrenzungsgesetz“. Das Wort konnotiere Zuwanderung als Bedrohung, kritisierte die Jury. Bezeichnungen aus der Wassermetaphorik, die sich auf Migration beziehen, seien seit den 50er Jahren in Gebrauch. Die Jury nannte als Beispiel Worte wie „Flüchtlingsflut“ und „Asylantenwelle“.
Das Unwort des Jahres 2024 war das Wort „biodeutsch“.
Quelle: ntv, dpa, AFP



