Wegen der andauernden Proteste gegen das Regime im Iran erwägen die USA nach den Worten von US-Präsident Donald Trump „sehr starke Optionen“ für ein Eingreifen. „Das Militär prüft das„, sagte er gestern Abend (11.01.). Trump und sein Team für nationale Sicherheit zögen unter anderem Cyberangriffe und militärische Angriffe durch die USA oder Israel in Betracht, sagten zwei in die Beratungen im Weißen Haus eingeweihte Personen der Nachrichtenagentur AP.

Trump sagte, dass am Samstag (10.01.) „Anführer des Iran“ angerufen haben. „Sie wollen verhandeln„, sagte er weiter. Weitere Einzelheiten über das Gespräch und ob es auch um das umstrittene Atomprogramm der Iraner ging, sind nicht bekannt. Trump sagte aber, dass derzeit an einem Treffen gearbeitet werde. Zugleich betonte er: „Wir müssen womöglich vor einem Treffen handeln.

Trump kündigte auch an, dass man mit Elon Musk sprechen werde, um das Internet im Iran wiederherzustellen. Musks Firma SpaceX ist mit dem Dienst Starlink der weltweit bedeutendste Provider von Satelliteninternet. Letzte Woche hatte das iranische Regime das Internet abgeschaltet.

Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Kalibaf hatte vorher gedroht, dass das US-Militär und Israel legitime Ziele für den Iran sein können, falls die USA wirklich militärisch im Iran eingreifen sollten. Auch ein Präventivschlag wurde nicht ausgeschlossen.

Gestern gab es wieder viele Proteste im Iran. Laut Aktivisten haben sich die Proteste auf 185 Städte ausgeweitet. Nach Informationen von Menschenrechtlern wurden wieder zahlreiche Menschen getötet. Die genaue Zeit ist unklar.

Quelle: ARD