Die Deutsche Bahn hat den Fernverkehr im Norden Deutschlands wegen des Sturmtiefs „Elli“ eingestellt. „Damit ist eines unserer wichtigsten Drehkreuze betroffen und der Fernverkehr im Norden Deutschlands nicht mehr möglich„, teilte der Konzern mit. „Wir erwarten Entspannung ab Samstag„, sagte ein Sprecher der Bahn dem ZDF. Die Lage sei sehr dynamisch. Dieser Schritt war notwendig, um Fahrgäste, Mitarbeitende und Fahrzeuge zu schützen, teilte die Bahn mit. „Die DB versorgt ihre Fahrgäste vor Ort und hat zusätzliche Mitarbeitende im Einsatz. In Hannover stellt die DB Aufenthaltszüge bereit„, heißt es von der Bahn weiter.
Schon gestern Abend (08.01.) war es zu Zugausfällen auf einigen Fernverkehrsstrecken gekommen. Betroffen waren die Strecken Kopenhagen–Hamburg, Westerland/Kiel–Hamburg, Binz/Stralsund/Rostock–Berlin und Norddeich/Emden–Hannover/Ruhrgebiet.
Bundesweit sind auch viele Straßen und Schienenverbindungen betroffen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor spiegelglatten und verschneiten Straßen in etlichen Regionen. In Städten wurde der Busverkehr vorsichtshalber eingestellt. Auf einigen Straßen, etwa im Westen Deutschlands, war es am frühen Morgen so ruhig wie selten, weil viele Autofahrer wegen der Glättewarnung zu Hause geblieben waren.
Auch auf mehreren Autobahnen hat es auch etliche Behinderungen gegeben: In Osthessen sind laut Polizeipräsidium drei Autobahnen in beide Richtungen blockiert, die A7, die A4 und die A5. Grund sind nach Angaben eines Sprechers gegenüber dem ZDF festgefahrene und querstehende Lastwagen. LKW-Fahrer werden aufgefordert, die Autobahnen zu verlassen und Rastplätze anzufahren. Räumfahrzeuge und das Technische Hilfswerk sind im Einsatz.
In einigen Regionen wie Hamburg, Niedersachsen, Bremen und in Teilen von Schleswig-Holstein ist der reguläre Schulbetrieb ausgefallen. Nach Angaben der zuständigen Behörden gibt es eine Notbetreuung und teilweise auch Distanzunterricht. Grund ist, dass Schulbusse nicht fahren und eine sichere Anreise nicht gewährleistet werden kann. In Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg war es den Eltern nach Angaben der Landesregierungen freigestellt, ihre Kinder wegen der Witterung zu Hause zu lassen. Auch in Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt fällt teils der Präsenzunterricht aus oder Eltern können ihre Kinder vom Unterricht entschuldigen. In Sachsen etwa sollen die Schulen selbst darüber entscheiden.
Quelle: ntv, ZDF



