Nach einer wochenlangen Überprüfung hat Warner Bros. Discovery seinen Aktionären empfohlen, nicht für das Angebot des Konzerns Paramount-Skydance zu stimmen. Das Angebot des US-Konzerns sei demnach „für die Aktionäre von WBD nicht günstiger als die Fusion mit Netflix und weiterhin unzureichend„, heißt es. Begründet wurde die Entscheidung, dass der Führung von Warner unter anderem mit dem „unzureichenden Wert unter Berücksichtigung des Preises und zahlreicher Risiken, Kosten und Unsicherheiten„, erklärte Warner Bros. Discovery in einer Meldung an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC.
Der Vorstand von Warner Bros. Discovery bekräftigte seine Überzeugung, dass der Vorschlag von Paramount-Skydance mit einem viel höheren Risiko verbunden ist, und stellte die Fähigkeit des Konzerns in Frage, so einen Deal überhaupt abschließen zu können. Und das auch ungeachtet dessen, dass der Mitbegründer von Oracle und Software-Unternehmer Larry Ellison als Reaktion auf Zweifel von Warner eine persönliche Garantie für einen 40,4 Milliarden US-Dollar umfassenden Teil des insgesamt mehr als 108 Milliarden US-Dollar schweren Angebots abgegeben hatte.
In einem Schreiben an die Aktionäre, das Warner in dieser Woche verschickte, heißt es: „Paramount-Skydance ist ein Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 14 Milliarden US-Dollar, das eine Übernahme anstrebt, für die eine Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung in Höhe von 94,65 Milliarden US-Dollar erforderlich ist, was fast dem Siebenfachen seiner gesamten Marktkapitalisierung entspricht.“ Anders sieht es bei Netflix aus. Hier heißt es in dem Schreiben, dass der Streamingdienst mit einer Marktkapitalisierung von rund 400 Milliarden US-Dollar, einer Bilanz mit Investment-Grade-Rating, einem Kreditrating von A/A3 und einem geschätzten freien Cashflow von mehr als zwölf Milliarden US-Dollar für 2026 hat.
Quelle: Digitalfernsehen, Warner Bros. Discovery



