Deutschland rüstet sich gegen das Sturmtief „Elli“. Denn es stehen turbulente Tage bevor. Besonders ungemütlich wird es in der kommenden Nacht im Norden des Landes. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) soll es dann verbreitet kräftigen Schneefall geben. Vor allem wird der Norden zwischen Bremen und Hamburg, der Osten Deutschlands und auch der Harz betroffen sein, teilte der DWD in seiner neuesten Warnung mit.

Behörden und Meteorologen warnen: Wer nicht unbedingt unterwegs sein muss, sollte zuhause bleiben und auch das Auto stehen lassen. In einigen Regionen bleiben sogar die Schulen geschlossen, unter anderem in Hamburg und Bremen. Der Unterricht wird aber online stattfinden.

Schon heute Vormittag (08.01.) gab es schon auf den Straßen Behinderungen und Unfälle. Bei Gehrde in Niedersachsen ist am Morgen ein Autofahrer gestorben, als er nach Polizeiangaben wegen der Glätte auf einer Bundesstraße die Kontrolle verlor und gegen einen Baum prallte. In Hamburg wurde die berühmte Köhlbrandbrücke wegen des Wetters und rutschiger Fahrbahnen für den Verkehr gesperrt. Für den Norden und Osten hat der DWD zunächst eine größtenteils trockene Nacht zu Freitag (09.01.) vorausgesagt. In Richtung Nordosten könnte es dagegen zu kräftigen Niederschlägen kommen. In einem Streifen von der Nordsee bis in den Osten hinein könnten verbreitet um die 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee fallen.

Im Süden und Westen von Deutschland soll der Schnee, auch stürmisch, aber aus südwestlichen Richtungen wehendem Wind, bis Freitagmorgen in Regen übergehen. Örtlich besteht dann Glatteisgefahr. Diese Wetterbedingung und die anhaltenden Schneefälle werden demnach im Norden am Freitag von etwa 6 Uhr morgens an und dann für rund 24 Stunden erwartet. Der DWD teilte mit, dass es sich aber nicht um einen Schneesturm handelt.

Die Deutsche Bahn kündigte witterungsbedingt Verspätungen und Zugausfälle für den Fernverkehr an. Schon heute hat die Bahn das Angebot für den Fernverkehr in Norddeutschland etwas reduziert. „Alle Fahrgäste, die bis einschließlich 7. Januar 2026 ein Ticket für eine Reise vom 8. bis zum 10. Januar 2026 gekauft haben und diese aufgrund der Winterwitterung verschieben möchten, können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen„, teilte die Bahn mit.

Betroffen ist auch die Nordsee-Schifffahrt: Einige Fähren von und zu den Ostfriesischen Inseln werden morgen wohl nicht fahren.

Quelle: ARD, DWD