Im Streit um Grönland kommt von der Trump-Regierung wieder komische Signale. Das Weiße Haus in Washington schließt einen Militäreinsatz ausdrücklich nicht aus, während US-Außenminister Marco Rubio von einem Kauf der autonomen Insel spricht.
Die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Karoline Leavitt, erklärte zum amerikanischen Anspruch auf Grönland gestern (06.01.): „Der Präsident und sein Team erörtern eine Reihe von Optionen, um dieses wichtige außenpolitische Ziel zu erreichen, und selbstverständlich steht dem Oberbefehlshaber der Einsatz des US-Militärs jederzeit als Option zur Verfügung.“ US-Außenminister Marco Rubio, der auch Trumps Nationaler Sicherheitsberater ist, sagte Medienberichten zufolge in einer vertraulichen Sitzung, dass man Grönland kaufen soll. Das berichteten das „Wall Street Journal“ und die „New York Times“ und berufen sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Unter Berufung auf Beamte berichtete die „New York Times“ weiter, dass Trump seine Mitarbeiter um einen aktualisierten Plan für einen Erwerb der Insel gebeten habe. Er hatte schon so einen Plan in seiner ersten Amtszeit ins Spiel gebracht.
Doch es gibt Gegenwind aus den USA. Der Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, sprach sich gegen einen Militäreinsatz aus. Er halte das nicht für angemessen, so der Republikaner.
Die europäischen Staaten, wie Deutschland und Frankreich, stehen hinter Dänemark und Grönland.
Quelle: ARD



