Im Südwesten von Berlin ist die Energieversorgung nach einem tagelangen, großflächigen Stromausfall wohl wieder angelaufen. Schrittweise werden in den nächsten Stunden sämtliche Haushalte wieder Strom haben, teilte der örtliche Stromnetzbetreiber Stromnetz Berlin mit.
Im Verlauf des Mittwochvormittags (07.01.) wurden kritische Einrichtungen wie Krankenhäuser und Pflegedienste informiert, dass der Strom bald wieder fließen könnte. Über ein Warnsystem wurden auch die Verbraucherinnen und Verbraucher aufgefordert, die Notstromaggregate vom Netz zu nehmen, um Schäden zu vermeiden.
Im Laufe des Tages soll dann die Versorgung in sämtlichen Haushalten wieder stabil laufen. Die Behörden haben die Menschen aufgerufen, unmittelbar nach der Zuschaltung zum Stromnetz keine Geräte mit starkem Stromverbrauch benutzen. Genannt wurden Waschmaschinen, Wäschetrockner, Wasserkocher, Heizlüfter oder Ladestationen für E-Autos.
Der Stromausfall entstand infolge eines Anschlags auf einer Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf und war Angaben zufolge der längste Stromausfall der Nachkriegsgeschichte von Berlin. Seit Samstagmorgen (03.01.) waren zeitweise 45.000 Haushalte und 2.200 Betriebe ohne Strom. Nach Angaben des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Kai Wegner (CDU), waren insgesamt rund 100.000 Menschen von dem Stromausfall betroffen. Die deutsche Hauptstadt hatte am Sonntag (04.01.) eine sogenannte Großschadenslage ausgerufen.
Zu dem Brandanschlag soll sich eine extremistische Gruppe bekannt haben. Bei den Ermittlungen zu den Tätern gebe es noch keine Ergebnisse. Die Polizei sprach von einer sehr umfangreichen Tatortarbeit. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat die Ermittlungen nun übernommen.
Quelle: ARD



