Die großen europäischen Partner haben sich dem von US-Präsident Donald Trump befeuerten Streit um Grönland bekannt. Allein Dänemark und Grönland würden über Angelegenheiten entscheiden, die Dänemark und Grönland betreffen, heißt es in einer Stellungnahme, die auch von Deutschland unterzeichnet wurde.
Die Unterzeichner, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, sind auch der britische Premierminister Keir Starmer, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen. Sie betonen die große Bedeutung der in der UN-Charta festgehaltenen Prinzipien der Souveränität, territorialen Integrität und Unverletzlichkeit der Grenzen.
Trump hatte in den vergangenen Tagen wieder gesagt, dass die USA Anspruch auf Grönland haben. Die USA brauchen das Land für die nationale Sicherheit, sagte er. Grönland gehört zum Königreich Dänemark, ist aber weitestgehend autonom. Trumps stellvertretender Stabschef Stephen Miller bezeichnete den Anspruch der USA auf die Kontrolle des Landes zuletzt als „offizielle Position der US-Regierung„.
Die europäischen Staaten Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Spanien, Großbritannien und Dänemark betonten in ihrer Stellungnahme, dass das Königreich Dänemark, einschließlich Grönlands, „Teil der NATO“ sei. Die Sicherheit in der Arktis müsse daher gemeinsam erreicht werden. Die USA seien dabei „ein wesentlicher Partner„, sowohl als NATO-Verbündeter als auch im Rahmen des Verteidigungsabkommens zwischen Dänemark und den Vereinigten Staaten aus dem Jahr 1951.
Frederiksen hatte bereits vorher erklärt: „Wenn die USA ein anderes NATO-Land angreifen, dann ist alles vorbei.“ Das wäre das Ende der NATO und damit auch der seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bestehenden Sicherheitsarchitektur. Die Parteien in Dänemark haben eine Krisensitzung des Parlaments in Kopenhagen anberaumt.
Quelle: ZDF, dpa



