Nach der „Entführung“ von Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro wird nun die Vizepräsidentin des Landes, Delcy Rodríguez, örtlichen Medienberichten zufolge geschäftsführend die Führung des Landes übernehmen. Das hat der Oberste Gerichtshof von Venezuela entschieden Maduro und seine Frau sind gestern (03.01.) bei einem US-Militäreinsatz von Spezialeinheiten festgenommen worden und in die USA gebracht worden. Beide sind gestern Abend Ortszeit in New York angekommen, wo sie sich vor Gericht wegen „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ sowie zum Kokainimport verantworten müssen.
US-Präsident Donald Trump teilte mit, dass die USA vorübergehend die Macht in Venezuela übernehmen wollen. Vizepräsidentin Rodriguez sei zu einer Zusammenarbeit bereit, heißt es. „Wir haben gerade ein Gespräch mit ihr geführt, und sie ist im Grunde bereit, das zu tun, was wir für notwendig halten, um Venezuela wieder groß zu machen, ganz einfach„, sagte Trump gestern bei einer Pressekonferenz in Mar-a-Lago. Rodriguez gab es nach den Äußerungen von Trump unbeugsam. „Es gibt nur einen Präsidenten in diesem Land und er heißt Nicolás Maduro Moros„, sagte sie vor Ministerin und Militärs bei einer Sitzung des Nationalen Verteidigungsrats.
Rodriguez kündigte zudem entschlossenen Widerstand gegen den US-Angriff an. „Wir werden nie wieder Sklaven sein„, sagte sie. Die 56-Jährige hat als Außenministerin den konfrontativen Kurs gegen die USA geprägt, den sie als Vizepräsidentin fortgesetzt hat. Nach dem Militäreinsatz der USA forderte sie die Freilassung von Maduro und seiner Ehefrau.
Quelle: ntv, dpa



